*
untermenu-15jahre
blockHeaderEditIcon
ueberschrift-blog
blockHeaderEditIcon

Magazin des LFE

Das Magazin ist die Informationsplattform des LFE für Sachverständige und Interessierte. Auch Gäste nutzen dieses Wissensblog gern. Die Fachartikel regen zur Diskussion an, können kommentiert und mit Ihren Erfahrungen ergänzt werden. Natürlich kann diese Expertise auch mit Dritten geteilt werden.

Das Sonnenhauskonzept

gepostet von (347 x gelesen) im
Feb 17 2019

Das Sonnenhauskonzept zeichnet sich durch hohe solare Deckungsgrade von mindestens 50 % und einen möglichst aus erneuerbaren Energien gedeckten Wärmebedarf aus. Der hohe solare Deckungsgrad wird über einen Saisonalspeicher – beispielsweise im Haus mit einem Volumen von bis zu 12 m³ erreicht. Alternativ ließen sich die sommerlichen solaren Überschüsse über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, einen Erdspeicher oder einen Eisspeicher in den Winter „retten“.

Eine Weiterentwicklung des klassischen Sonnenhauses ist das Sonnenhaus plus, das mit einer zusätzlichen Photovoltaikanlage unter zusätzlicher Einbeziehung des Haushaltsstroms über das Jahr mehr Primärenergie bereitstellt als verbraucht.

Autarke Sonnenhäuser sind die Steigerung des Sonnenhauses plus. Dabei muss ein Autarkiegrad von mindestens 50 % erreicht werden. Der „Autarkiegrad“ ist das Verhältnis von eigenverbrauchtem Solarstrom zum gesamten Stromverbrauch („Technikstrom“ plus Haushaltsstrom).

Damit das Sonnenhaus als Neubau förderfähig ist, müsste hinsichtlich der Gebäudehülle die Anforderung an KfW55-Standard erfüllt werden, also eine Verbesserung von mindestens 30 % gegenüber dem EnEV-Referenzgebäude.
Im Bestand wird empfohlen, dass KfW-Effizienzhausstandard 100 erreicht wird, ebenfalls bei einer solaren Deckung für Heizung und Warmwasser von mind. 50%. Dafür sollte das Gebäude auch hinsichtlich des architektonischen Konzeptes solaroptimiert sein. Allerdings sollte hinsichtlich der Nutzung passiver solarer Gewinne der Fenster auch der sommerliche Wärmeschutz berücksichtigt werden. Fensterflächen sollten also auch nicht zu groß sein und für den Sommer mit außenliegender Verschattung ausgeführt werden.

Das Sonnenhaus autark müsste entsprechend den Anforderungen an den KfW 40plus-Standard konzipiert werden, um die 15 % Tilgungszuschuss zu erzielen.

Generell versteht sich das Sonnenhaus als low-tech-Konzept, eine Lüftungsanlage wird als sinnvoll erachtet, muss aber nicht sein.

Fazit:
Ob „einfaches“ KfW-Effizienzhaus, Passivhaus oder Sonnenhaus, ein möglichst geringer Wärmebedarf aufgrund sehr guter Wärmedämmung ist zumindest für die Förderungsgewährung der KfW-Bank Voraussetzung.
Dabei ist die „Einstiegsvariante“ das vergleichsweise einfach zu errichtende KfW-Effizienzhaus 55. Die „Edelvariante“ wäre der KfW-Effizienzhausstandard 40plus mit Erzeugung erneuerbarer Energie. 

Bei der Beschreibung der „Spezialformen“ zeigt sich, dass sowohl das Passivhaus als auch das Sonnenhaus ähnliche Strategien verfolgen, nur dass sich die Anforderungen und speziell beim Passivhaus das Nachweisverfahren unterscheiden. Für das Sonnenhaus mussten gegenüber der Beschreibung des Sonnenhausinstitutes die Bedingungen für eine Förderfähigkeit fortgeschrieben werden. Dies betrifft besonders die Mindestanforderungen an den Primärenergiebedarf und die Gebäudehülle, um zumindest den KfW-Effizienzhausstandard 55 bei Neubau zu erreichen.

Es bleibt den technischen Vorlieben des Bauherrn vorbehalten, ob er sich für eine der „Spezialformen“, wie das Sonnenhaus oder das Passivhaus entscheidet, oder ob er entsprechend seinen eigenen Vorstellungen einfach nur einen der KfW-Effizienzhausstandards umsetzen möchte. Hierfür ist eine ausführliche Beratung durch den Energieberater unerlässlich, innerhalb der ihm die Besonderheiten der einzelnen Konzepte erklärt werden, damit er sich für ein geeignetes Konzept entscheiden kann, das seine Randbedingungen, am besten berücksichtigt.

Facebook Twitter Google+ Xing
Kommentar 0
backtotop
blockHeaderEditIcon
Top
bookmarks
blockHeaderEditIcon
bt-kontakt
blockHeaderEditIcon

Kontakt

Telefon: +49 (0)30 47 38 73 83
E-Mail:
Adresse | Anfahrt

bt-fachverband
blockHeaderEditIcon
bt-bildernachweis-unterseite
blockHeaderEditIcon

Bildernachweis
Header: © Ingenieurbüro Pitbau; Icons: © Do Ra - fotolia.com; Expertenliste:

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail