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Magazin des LFE

Das Magazin ist die Informationsplattform des LFE für Sachverständige und Interessierte. Auch Gäste nutzen dieses Wissensblog gern. Die Fachartikel regen zur Diskussion an, können kommentiert und mit Ihren Erfahrungen ergänzt werden. Natürlich kann diese Expertise auch mit Dritten geteilt werden.

Feb 17 2019

Das Passivhauskonzept ist mittlerweile über 25 Jahre alt. Die „Demoversion“ des Passivhauses wurde 1991 in Darmstadt-Kranichstein errichtet und im Zuge eines Monitorings in den Folgejahren immer weiter optimiert. Beispielsweise erhielt es wärmegedämmte Fensterläden, die die Energiebilanz nochmals verbessern konnten. 

Der Passivhausstandard ist durch folgende Kennwerte bestimmt:

  • ein Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m² Jahr oder eine Heizlast von insgesamt nicht mehr als 10 W/(m² K), um die erforderliche Wärme über die Zuluft mit einer Temperatur von max. 52 °C in den Raum einbringen zu können und so die Lüftungsanlage doppelt nutzen zu können - zum Lüften und zum Heizen,
  • eine hohe Luftdichtigkeit - Luftwechselrate bei Prüfung der Luftdichtigkeit von ≤ 0,6 /h,
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist obligatorisch,
  • ein Bedarf an erneuerbarer Primärenergie (PER - neue Kriterien) von ≤ 60 kWh/(m²a) bzw. ein Primärenergiebedarf (PE) für das Gesamtgebäude nach alten Kriterien von insgesamt maximal 120 kWh/m²a.

Der Passivhausansatz bilanziert weitergehend als für den Effizienzhaus-Nachweis auch den Stromverbrauch für den Haushaltsstrom. Der Nachweis erfolgt über das Passivhaus-Projektierungspaket 9, mit dem auch der KfW-Effizienzhausstandard nachgewiesen werden kann.
Der klassische Passivhausstandard ist über die KfW-Effizienzhausstandards 55 oder 40 förderfähig.

Passivhaus plus / premium

Die Passivhausstandards plus und premium sind Weiterentwicklungen des klassischen Passivhauses unter Ergänzung des Passivhauskonzeptes beispielsweise um eine Photovoltaikanlage.

Zusätzlich zu den klassischen Passivhaus-Charakteristika zeichnet sich das Passivhaus plus/premium durch die Erzeugung erneuerbar Energie aus. Je nachdem, wie viel erneuerbare Energie produziert wird und wie hoch der PER-Bedarf ist, wird entweder das Passivhaus plus oder sogar das Passivhaus premium erreicht. 

Dabei muss beachtet werden, dass sich die Größe PERBedarf (Primärenergiebedarf erneuerbar für Strom und Wärme, inkl. Haushaltsstrom) auf die Energiebezugsfläche, also die beheizte Wohnfläche bezieht. Demgegenüber bezieht sich die Größe PER-Erzeugung auf die überbaute Fläche. Die beiden Größen können also nicht einfach verglichen werden. Der Hintergrund hierfür ist, dass auf Dächern mehrgeschossiger, kompakter Wohnbauten im Vergleich zu Einfamilienhäusern zwangsläufig weniger Dachfläche in Relation zur Wohnfläche zur Verfügung steht, auf der Photovoltaikstrom erzeugt werden kann.

Das Passivhaus plus oder premium kann über den KfW-Effizienzhausstandard 40 Plus gefördert werden, wenn die Bedingungen an H’T und Primärenergiebedarf erfüllt sind und für das „Pluspaket“ zusätzlich auch der Batteriespeicher sowie die Messeinrichtungen vorhanden sind. Diese Komponenten können für das Passivhaus sinnvoll sein, um einerseits Stromverbrauch und Stromerzeugung zu dokumentieren und andererseits möglichst viel vom erzeugten Strom nutzen zu können.
 

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