*
untermenu-15jahre
blockHeaderEditIcon
ueberschrift-blog
blockHeaderEditIcon

Magazin des LFE

Das Magazin ist die Informationsplattform des LFE für Sachverständige und Interessierte. Auch Gäste nutzen dieses Wissensblog gern. Die Fachartikel regen zur Diskussion an, können kommentiert und mit Ihren Erfahrungen ergänzt werden. Natürlich kann diese Expertise auch mit Dritten geteilt werden.

Außenecke

gepostet von (157 x gelesen) im
Okt 29 2018

Folgende Darstellung zeigt die Außenecke bei einer Außentemperatur von -5°C. 

In der Ecke beträgt die Temperatur nur 8°C bei einer Außentemperatur von -5°C. Wenn es draußen wärmer ist, steigt auch die Temperatur in der Ecke. Daher wird empfohlen, möglichst in der Ecke auch ein Thermomenter anzubringen oder besser gleich ein Thermo/Hygrometer, welches Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzeigt. 

Schimmel entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum eine Luftfeuchtigkeit von mind. 80% oder höher vorhanden ist, z.B. in der Raum-Ecke oder anderen sog. Wärmebrücken. 
Solche Wärmebrücken sind Außenecken, wie im Wohnzimmer, aber auch die Ecke im Bad Außenwand/Treppenhaus. 
Auch Fensterlaibungen, die Fensterstürze und Fensterbretter sind gefährliche Wärmebrücken. Auch dort können von nur 8 °C bei -5°C Außentemperatur erreicht werden. Auch hier kann insb. im Winter ein Thermometer nahe in der Ecke befestigt werden – indem es an einem Band in das Fenster eingeklemmt wird und dann genau nach der Ecke ausgerichtet wird.

Der gefährlichste Raum für Schimmel ist das Bad, weil besonders durch das Duschen eine Menge Wasserdampf (ca. 250 ml bei einer Duschdauer von 6 min) entsteht. Um zumindest die Feuchte an den Duschwänden zu reduzieren, damit zumindest diese Feuchtigkeit nicht wegtrocknen braucht, wird empfohlen, die Duschwände nach der Nutzung trocken zu wischen oder abzuziehen. Danach ist die Luftfeuchtigkeit durch das weite Öffnen des Fensters je nach Außentemperatur zu verringern. 

Die gute Nachricht ist, dass die Raum-Ecken zwar bei Frost kalt sind, dass dafür aber auch die Außenluft sehr trocken ist, so dass sie viel Feuchte aufnehmen kann. Um den Raum bei Frost nicht auszukühlen, sollte nur kurz gelüftet werden 3-5 min. Wenn möglich, kann danach das Bad kurz wiederaufgeheizt werden, um nochmals die Restfeuchte aus dem Bad zu lüften, erneut über ein weit geöffnetes Fenster.

Luft kann mit abnehmender Temperatur weniger Feuchtigkeit aufnehmen, weswegen die relative Feuchtigkeit zunimmt, wenn die Luft sich abkühlt.
Wie stark die relative Luftfeuchtigkeit bei abnehmender Temperatur z.B. in einer Wärmebrücke ansteigt, zeigen folgende Diagramme: 

Start: 20°C Raumtemperatur / 50% Luftfeuchte.

Bei 12°C wird bereits eine Luftfeuchtigkeit von 84% erreicht ->Es herrscht bereits akute Schimmelgefahr!

In der Ecke beträgt die Oberflächentemperatur nur noch 8°C. Dort würde die Feuchte der Luft auskondensieren. -> Daraus lässt sich schließen, dass für den Altbau schon die viel empfohlene Luftfeuchtigkeit von 50% zu hoch ist für die Außenecke!

Start: 20°C Raumtemperatur / 40% Luftfeuchte.

Bei einer raumseitigen Oberflächentemperatur von 8°C würde selbst bei 20 °C Raumtemperatur und 40 % Luftfeuchtigkeit im Winter in der Ecke eine kritische Luftfeuchte vorherrschen. Watt???

Die Luftfeuchtigkeit sollte also bei Frost im Winter sogar noch geringer sein, damit Schimmel vermieden wird.

Start: 20°C Raumtemperatur / 35 % Luftfeuchte.
 

Erst bei max. 35% rel. Luftfeuchtigkeit bei 20°C Raumtemperatur wäre bei 8 °C die Luftfeuchtigkeit geringer als 80 %.

Facebook Twitter Google+ Xing
Kommentar 0
backtotop
blockHeaderEditIcon
Top
bookmarks
blockHeaderEditIcon
bt-kontakt
blockHeaderEditIcon

Kontakt

Telefon: +49 (0)30 47 38 73 83
E-Mail:
Adresse | Anfahrt

bt-fachverband
blockHeaderEditIcon
bt-bildernachweis-unterseite
blockHeaderEditIcon

Bildernachweis
Header: © Ingenieurbüro Pitbau; Icons: © Do Ra - fotolia.com; Expertenliste:

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail